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Fuji Finepix E900

Testreihe mit verschiedenen Empfindlichkeiten.

Was bringt der Raw-Mode?

E900
Klick und groß!
E900
Klick und groß!
E900
Klick und groß!
E900
Klick und groß!

 

Die E900 ist eine kompakte Consumer-Kamera der gehobenen Mittelklasse.

Für den Sternfreund sehr angenehm: Alle Einstellungen lassen sich auch voll manuell vornehmen.

Die maximale Belichtungszeit ist 15 Sekunden. Das reicht für Aufnahmen des Fixsternhimmels, auf denen (mindestens) alle Sterne sichtbar sind, die das bloße Auge sehen kann.

Die Kamera ist auch schön für Aufnahmen des Mondes zu gebrauchen. Während ich mich mit der Fuji Finepix 2600 regelmäßig mit dem Autofokus herumärgerte, kann man diesen bei der E900 abschalten. Man muss es aber nicht, denn er funktioniert! :-)

Trotz der Versprechungen des Herstellers ist das Bildrauschen bei ISO 400 und vor allem ISO 800 beachtlich. Also lieber gutes Seeing abwarten und mit ISO <= 200 länger belichten, anstatt zu versuchen, mit ISO 800 und kurzer Belichtungszeit der Luftunruhe beizukommen.

Hier eine Testreihe mit allen Empfindlichkeitsstufen:

Wozu die ISO 80-Einstellung gut sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich kann keine Verbesserung gegenüber ISO 100 feststellen.

Ich adaptiere die Kamera zur Zeit (Dezember 2006) mittels Digiklemme ans Fernrohr. Es ist jedoch auch ein Adapterring für den vorhandenen Bajonett-Anschluss erhältlich.

20.01.2007: Mittlerweile kann ich auf die Digiklemme verzichten und adaptiere die Kamera mittels TS Fotoring + Adaptern ans Teleskop.

Der 640x480-Videomodus der Fuji funktioniert sehr schön. Ich plane, damit Aufnahmen von Saturn in "Webcam-Technik" (nachbearbeiten mit Registax oder Giotto) zu machen.

 

Link zum Hersteller

Review Steve's Digicams 

Testreihe ISO 100/200/400/800

Für Aufnahmen mit Digicams ist die Verwendung des Kamerazooms typischerweise obligatorisch, um Vignettierung (Abschattung) zu vermeiden.

Das obere Foto ist ein Komposit von vier Aufnahmen mit 4x-Kamerazoom und vier verschiedenen Kameraempfindlichkeiten.. Der Saturn ist "künstlich" und entstammt einer Abbildung aus einem Heft.

Wie man sieht, arbeitet ISO 200 noch erträglich, ISO 400 ist schon nicht mehr lustig, während ISO 800 völlig unbrauchbare Ergebnisse liefert.

Was bringt der Raw-Mode?

Kurze Antwort: Ein Test an einer Parkplatzleuchte sieht sehr vielversprechend aus.

Die beiden unteren Bilder enstanden mit einem 40 mm-Plössl am Celestron NexStar 4SE. Kamerazoom war jeweils ca. 1,5x (weil damit der Vollmond noch auf den Chip passen würde). Die Bilder sind absichtlich schwarzweiß.

Obwohl ich die Fuji Finepix E900 nun schon ein ein Weilchen besitze, habe ich mich mit deren Raw-Mode bisher nicht beschäftigt. Die unsägliche, mitgelieferte  Windows-Software hat mich zu sehr abgeschreckt.

Die Installations-CD spült unglaubliche Mengen an für mich als Ubuntu-Anwender nutzloser, und meiner Ansicht nach ohne Lehrgang weitestgehend unbedienbarer Software auf die virtuelle Festplatte meines unter Vmware laufenden Windows. Ich wollte doch nur ein simples Tool zum Konvertieren der Dateien im Raw-Format...

Hat man dann mal herausgefunden, wie Bilder im Batch konvertiert werden, stellt sich die Verarbeitungsgeschwindigkeit auch auf schneller Hardware als äußerst unbefriedigend heraus.

Ein neuer Anlauf, fünf Minuten googeln und die Lösung war gefunden. Sie heißt dcraw.

Das Tool ist im Source-Code verfügbar, in ANSI-C geschrieben und damit höchst portabel. Es gibt fertige Binaries für Windows und MAC, für Ubuntu gibt es ein Paket und ein Gimp-Plugin.

 

9M fine
Raw (und ohne Spinne ;-)